Der Verkauf des ersten Farblaserdruckers zu Beginn des Jahrtausends

Dominik Märzluft erinnere sich noch genau an das Jahr 2001.

Ein sehr guter Freund kam auf ihn zu und fragte ihn, ob er für seine Tante eine neue Rechnerausstattung samt Drucker liefern könne. Er nahm den Auftrag sogleich an und am Ende sollte es, neben einem PC auch ein Farblaserdrucker sein, was für die damalige Zeit noch ein bisschen exotisch war, da ein solches Gerät einen beachtlichen Preis hatte: 5.000 DM.

Es versprach – wohl gemerkt für jene Tage – Höchstleistungen: 4 DIN-A4-Seiten / Minute in Farbe und die Möglichkeit Grafiken und Fotos in Farbe zu drucken! Die Netzwerkkarte hätte fast 1.000 DM extra gekostet, sodass nur die parallele Schnittstelle für den Anschluss in Frage kam. Einen USB-Anschluss gab es nicht.
Einige Tage später fuhr er also mit 13 Euroschecks los, die er eigens dafür auf der Bank geholt hatte, um den Drucker bei Hoffmann & Überall Computersysteme in Lechhausen abzuholen und gleich im Anschluss wieder auszuliefern.

Nach dem Bezahlen an der Warenausgabe angekommen, schaute ihn der Lagermitarbeiter etwas verwundert an und fragte, wo er seinen Lieferwagen hätte…Lieferwagen?!

Glücklicherweise hatte er den VW Bus dabei und mit etwas Feinarbeit sowie viel Geduld bekamen sie, unter zur Hilfenahme eines Gabelstaplers, den Drucker in den Kofferraum bugsiert. Er hätte keinen Millimeter größer sein dürfen (Druckermaße BxTxH: 668x714x1.060 mm).

Zum Ausladen bedurfte es zweier Männer, da das Gerät mehr als 50kg wog und noch dazu nicht gerade handlich war.
Das Gerät sollte sich am Ende als ziemlich robust herausstellen, denn im Jahr 2015 war es noch immer gelegentlich in Betrieb, es wollte einfach nicht kaputt gehen.